Herren 1 - DJK KA Ost 72:71
Basketballkrimi mit Happy End
Energieleistung im dritten Viertel garantiert Sieg: Erneut war die Personaldecke der Herren 1 äußerst dünn und wieder war es die Centerpositon, die Trainer S. Roth die meisten Sorgen bereitete. Die Sorgenfalten wurden nicht kleiner als die beiden Center schon Mitte des zweiten Viertels jeweils vier Fouls auf ihrem Konto hatten und damit gerechnet werden musste, dass für sie das Spiel schon bald beendet sein würde (mit fünf Fouls ist das Spiel vorbei). Bis dahin hatte das Spiel schon einige Höhen und Tiefen aus BVL-Sicht hinter sich. Nach gutem Start bekam man zunächst den Center von DJK nicht in den Griff, fast im Alleingang sorgte er für die erste etwas deutlichere Führung der Gäste. In dieser Phase des Spiels taten sich die Linkenheimer Spieler (und auch der Trainer) schwer mit der sehr kleinlichen Regelauslegung der beiden Schiedsrichter. Nachdem die Gäste zu Beginn des zweiten Viertels die Führung auf 12 Punkte ausgebaut hatten, stellte der BVL seine Verteidigung um, von der (foulanfälligen) Manndeckung auf eine Zonenverteidigung. Recht schnell zeigte diese Maßnahme Wirkung, der Rückstand konnte bis zur Halbzeitpause auf fünf Punkte (31 : 36) reduziert werden. Aus Linkenheimer Sicht folgte dann das entscheidende Viertel. Aus der gut und vor allem fast foulfrei agierenden Zonenverteidigung wurden etliche Fastbreaks gelaufen und auch ein Großteil davon erfolgreich abgeschlossen. Hinzu kam, dass endlich wieder die Dreipunktewürfe der BVL-Spieler den Weg in den gegnerischen Korb fanden. So konnte man das Spiel drehen und den Vorsprung auf 17 Punkte zu Beginn des letzten Viertels ausbauen. Eigentlich hätte dies reichen müssen um den Rest des Spiels entspannt hinter sich zu bringen. Doch wollte man den Zuschauern dann noch etwas Spannung bieten. Beim Versuch, immer viel Zeit bis zum Korbwurf herunterzuspielen, verlor man etwas den Faden in der Offensive. Im Gegenzug spielten die Gäste im Angriff "hopp oder topp" und trafen plötzlich wieder aus allen Lagen. Der BVL-Vorsprung schmolz von Minute zu Minute, am Ende war noch ein Punkt übriggeblieben (72 : 71), für den BVL zählte jedoch nur der Sieg, die Höhe war uninteressant. Und wenn die Sache gut läuft, dann nimmt man auch mal ein wenig Zittern in Kauf. Für den BVL spielten M. Hartkorn (22), D. Ruscheweyh, N. Denecke (13), J. Hieltscher (5), J. Crocoll (10), T. Luft (13) und S. Sternberg (9)
